Konzept

Die Kommunikation über und mit Sport findet in (post)modernen Konsumkulturen nicht mehr nur im direkten Umfeld von Sportereignissen statt, sondern reicht dank der Massenmedien in nahezu alle Bereiche des alltäglichen Lebens herein. Hierbei fungiert der Sport als interkulturelles Transportmittel von Botschaften und eröffnet allen, die am Entstehen des Sportgeschehens, seiner medialen Präsentationen und Repräsentationen sowie an deren Rezeption beteiligt sind, vielfältige und oft ambivalente Nutzungs- und Interpretationsmöglichkeiten.

Durch die Vielschichtigkeit und die fortschreitende Ausdifferenzierung der einzelnen Segmente des Sport-Medien-Komplexes haben viele wissenschaftliche Disziplinen die Notwendigkeit einer eingehenden Beschäftigung mit diesem Phänomen erkannt, und es haben sich verschiedene Wissenschaftszweige aus ihren Mutterdisziplinen herausgebildet, die sich aufgrund seiner gewachsenen Bedeutung mit dem Sport beschäftigen. Waren es ursprünglich Soziologen und später Kommunikationswissenschaftler, die sich der Sportkommunikation zuwandten, so existiert heute eine Vielzahl von Wissenschaftsdisziplinen, die sich mit den Potenzialen, Erscheinungsformen, Wandlungen und nicht zuletzt den Auswirkungen dieses Alltagsphänomens befassen.

Die Schriftenreihe Sportkommunikation soll die wissenschaftliche Diskussion um dieses spannende Forschungsfeld anregen und gleichzeitig helfen, das breite Feld des Mediensports zu systematisieren und es begreifbarer zu machen. Daher richtet sie sich nicht nur an die Wissenschaftler der jeweiligen Fachgebiete, sondern kann auch für Praktiker und interessierte Personen außerhalb des Forschungsbereichs als Anregung zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema dienen. Mit diesen Vorgaben wurden in den ersten drei Bänden nationale wie auch internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie ausgewiesene Experten aus verschiedenen Bereichen der täglichen Sportkommunikation gewonnen, die in ihren Beiträgen durch ihr Fachwissen und ihre Einschätzungen dazu beitragen, dem Ziel ein paar Schritte näher zu kommen.